überlagerung von zeitschichten

überlagerung von zeitschichten
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Ausgangspunkt dieses Projektes ist die Annahme einer Gleichzeitigkeit von Vergangenheit und Gegenwart. Dabei gibt es keine offensichtliche Trennung der Zeitschichten – sie überlagern sich und ändern ihre Sichtbarkeit stetig, bauen aufeinander auf, bewirken die Wiederholung der Geschichte in verschiedensten Formen.

 

Anhand der Neuen Wache, Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, soll die Idee der Überlagerung der Zeitschichten in Form einer begehbaren Installation verdeutlicht werden.
Die Neue Wache wurde in ihrer fast 200-jährigen Geschichte von den wechselnden politischen Systemen immer wieder neu inszeniert, dennoch scheint sich der militärisch-geschichtliche Kontext bis zum Jahr 1993 getragen zu haben.

 

Der Fokus der Installation soll auf den Aspekt des Militarismus gerichtet sein. Es werden die Epochen des NS-Regime und der DDR gegenüber gestellt. Als dritte Zeitschicht kommt die Epoche der preußischen Kaiser hinzu, in der die Wurzeln der von Schinkel entworfenen Neuen Wache liegen. Kann diese Epoche die folgenden 200 Jahre der Neuen Wache prägen? Wie wurde der authentische Ort zur NS-Zeit militärisch eingesetzt? Hat die DDR die national-sozialistischen Militär-Traditionen fortgesetzt oder neue geschaffen? Beide diktatorischen Regime schreiben der Neuen Wache eine große symbolische Kraft zu. An ihrem Beispiel kristallisiert sich die Ähnlichkeit jener vergangenen Systeme deutlich heraus. 

 

Die Eingliederung der DDR zu der Bundesrepublik bedeutete das Ende für die letzte deutsche Diktatur. Der Ort wird gegenwärtig nicht militärisch weiterverwendet, dient aber der Aufarbeitung von NS- und DDR-Gewaltverbrechen. Der Ort wird heute allerdings nur noch peripher wahrgenommen, was im strukturellen Wandel begründet liegt: Ohne die allgegenwärtige militärische Sinngebung seitens der Regierung ist die Funktion und Bedeutung des Ortes nicht mehr eindeutig. Dies steht wiederum im Kontrast zu der offiziellen Bestimmung „Zentrale Gedenkstätte“.