switchable bodies"nylon is like the body itself: you touch, you stretch - you relax, you grow."

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Der Begriff Nylon (chemische Bezeichnung: Polyhexamethylenadipinsäureamid) wurde von dem US-Amerikanischen Chemie Konzern E. I. duPont de Nemours für Fasern aus Polyamid 6.6 gepraegt, mit dem Ziel ihn als Synonym für “Struempfe“ zu etabliern. Nylon war die erste synthetische Faser, die vollstaendig synthetisch aus Kohlenstoff, Wasser, Luft hergestellt wurde. Es wurde erstmals für Zahnbuersten im Jahre 1938 verkauft. Die ersten 5 Millionen paar Nylonstruempfe wurden am 15. Mai 1940 von Dupont in ausgewaehlten amerikanischen Metropolen verkauft.

Nylon zeichnet sich durch seine hohe Elastitziaet aus. Künstler wie Ernesto Neto nutzen das Material um große biomorphe Skulpturen zu bauen. In seinen Ausstellungen füllt er den Stoff unter anderem mit Styrofoam Kuegelchen und Gewuerzen. Besucher koennen die Skulpturen anfassen, begehen und mit ihnen interagieren. Startpunkt unserer Forschung über Nylon war der 1964 geborene brasilianische Kuenstler Ernesto Neto, welcher für seine riesigen Installationen aus Nylon bekannt ist. Neto steht in Tradition von Kuenstlern wie Helio Oiticic und Lygia Clark wobei die Besucher in seinen Werken die Kunst nicht nur anschauen, sondern diese aktiv begehen koennen.Dabei wird die Beziehung Die Beziehung zwischen Kunst und Gesellschaft hinterfragt. In Netos Arbeiten laesst sich ein Spiel mit Gegensaetzen erkennen; das Endliche und Unendliche, das Innen und Außen, das Feminine und Maskuline, usw.. Diese Gegensaetze in werden durch das Nylon verkoerpert. Doch das Potenzials der extremen Dehnbarkeit und damit die Moeglichkeit unendlich viele Zustaende anzunehmen zu koennen, wird von Neto nur bedignt genutzt.

Ziel unserer Arbeit war es, mit moeglichst einfachen Mitteln ein Hohlvolumen mit Nylon aufzuspannen. Der Benutzer soll aktiv einen Nichtraum zu einem Raum machen und diesen in mehreren Schritten beeinflussen koennen. Im Fokus stehen drei Grundprinzipien welche das Nylon zu einem aktiven und erlebaren Matieral werden lassen: Mehrstufigkeit, Unterkonstruktion, Interaktivitaet. Am Beispiel der Nylon Arbeiten des Kuenstlers Neto lassen sich folgende Prinzipien herrausarbeiten: An und Aus, Innen und Aussen, Transparent und Opak, Leicht und Schwer, Licht und Schatten, Maennlich und Weiblich. Diese sechs Kontraste bieten eine Grundlage fuer eine erste Gliederung und Systematik unserer Arbeit: Volumen durch Druecken, Volumen durch klappen, Volumen durch ziehen. Am Ende des Semesters ließen sich die enstandenen Modelle in vier Kategorien einteilen: VOLUMEN DURCH FREMDSPANNUNG MIT BODEN VOLUMEN DURCH FREMDSPANNUNG OHNE BODEN VOLUMEN DURCH EIGENSPANNUNG MIT BODEN VOLUMEN DURCH EIGENSPANNUNG OHNE BODEN Wir versuchten alle angewandten Prinzipien, die sich als interessant herausstellten in einem Endmodell zu vereinen. Genutze Prinzipien: - ein Draht - eine Haut - alle sechs Gegensaetze vereint in einem Modell - kein Oben, kein Unten - Aktivierung und Deaktivierung des Volumens in verschiedenen Formzustaenden durch Interaktion - Volumen durch Eigenspannung Flach: Nylon>Entspannt Draht>Gespannt Volumen: Nylon>Gespannt Draht> Entspannt - dauerhaftes Schliessen durch Interaktion und Eigenspannung möglich Im letzten Schritt haben wir das Endmodell aus 3,5 mm dickem Stahldraht mit einem Durchmesser von 80 cm gebaut.