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Helsinki, Madrid, Kapstadt. Menschen auf Bahnhöfen, die warten, gehen, stehen und laufen. Einzelpersonen, Gruppen, Paare und Kinder. Bilder, auf denen sich die Personen plötzlich auflösen, verschwinden - so, als seien sie nie dort gewesen. Transparente Bilder, die sich erst nach Augenblicken schärfen, dicht und undurch- dringlich werden. Es ist zu erkennen, dass es sich um unterschiedliche Bahnhöfe handelt - "um Bahnhöfe von der ganzen Welt".
Potsdamer Platz: Eine Gruppe Besucher drängt sich um einen Touchscreen. Ein Schema des zukünftigen Regionalbahnhofes Potsdamer Platz, zu dem sie direkt hinabblicken, ist abgebildet. Markierungen sind mit Städtenamen versehen. Eine Frau aus der Gruppe berührt den Punkt "Peking". Ihr Nachbar drückt auf "Paris". Unten im Raum bilden sich Wolken, die sich plötzlich verlebendigen: Winkt die Gruppe, die dort unten steht, tatsächlich zu uns herauf? Beugt sich dort ein Erwachsener zu einem Kind herab?
Zwölf schmale Kästen aus durchsichtigem Plexiglas werden zwischen den Säulen installiert. Für jeden Glaskasten ist eine Projektion - mit jeweils einem Zuspieler- vorgesehen. Da die Glaskästen auch Diagonalen zueinander bilden, überlagern sich die Projektionen im Raum. In rhythmischen Abständen füllen sich die Kästen mit Dampfwolken. Der Nebel wird an jedem Kasten mit mehreren Düsen zugeführt. Durch die Luftzirkulation, die durch die Zu- und Abführung des Nebels entsteht, verändern sich die Projektionsflächen permanent. Der Betrachter kann sowohl die Transparenz als auch den Rhythmus der zu sehenden Projektionen an einem Terminal, über das die Zufuhr neuer Nebelwolken gesteuert wird, regeln. Bei längerer Inaktivität läuft eine vorprogrammierte Choreographie ab.
Die sich stets verändernden Wolken geben Raum für Imaginationen. Während der Rauch einer durchfahrenden Dampflokomotive an vergangenen Zeiten erinnert, wird Nebel, der sich verlebendigt, zum transitorischen Moment: Die "blaue Stunde" als Motiv aus der romantischen Literatur bekannt, wird visuell erfahrbar