Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt

Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
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Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Orpheus und Eurydike - in der heutigen Welt
Wir stellten zu Beginn unseres Bühnenbildentwurfes die Geschichte selbst in Frage.
Wo ist die Liebe in dieser Geschichte? Ist die Herausforderung der sich Orpheus stellt wirklich ein Zeichen seiner Liebe?
Orpheus ist in unseren Augen ein egozentrischer Mann, der nur seine eigene Ziele verfolgt. 
Eurydike ist nur da um ihn dabei zu unterstützen, damit er sein Ziel erreicht.
Er sieht sich und seine Arbeit als oberste Priorität.
In der heutigen Zeit angewandt ist Orpheus ein typischer Geschäftsmann, ein Manager.
Der Manager will seine Ziele erreichen und sieht sogar über den „Tod“ hinweg.
Das Ganze spielt sich somit in einem großen Büro-Komplex ab.
Kühle Neonlicht-Beleuchtung unzählige Stühle und Räume sind Eindrücke, 
die jeder mit einem Büro verbindet. 
Wichtig ist dabei, dass jeder dieser Objekte eine wichtige Rolle in dem Stück hat 
und sich auch während dem Stück verändert.
Die Stühle, zum Beispiel, sind zuerst noch starr in einem Muster angeordnet, 
später werden sie dann als Barriere von den Furien verwendet.
Ein lang angedeuteter Gang mit Türen, welche als Auftritt und Abgang dienen, 
werden verwendet um einen Raumwechsel anzudeuten.
Dies wird unterstützt mit einer besonderen Beleuchtung. 
Am Boden jedes Raumes werden Schatten und Licht projiziert, diese 
sollen das Sonnenlicht, welches durch die Fenster scheint, darstellen.
Durch die Darstellung eines Zeitablaufes (Sonnenwanderung), kann außerdem 
eine stärkere Dynamik erzeugt werden.
Die Neonleuchten an der Decke dienen als Grundbeleuchtung und können 
an jeden der vier Eckpunkten gesenkt und gehoben werden.
Damit lassen sich unteranderem Enge, Bedrohungen, Fluchten und so weiter inszenieren.
Das Elysium ist für uns in einer Art Nebenwelt. Die sich dort befindenden Geister sind im Nichts 
und werfen deswegen auch keine Schatten. Dafür werden alle Spots aus sämtlichen Richtungen auf die Bühne gerichtet.
Orpheus und das Publikum sollen ein Gefühl von Unwohlsein und Unbehagen vermittelt bekommen.
 
Die Kostüme bleiben angelehnt an die Bühne.
Es werden Anzüge, Hosenröcke, Blusen getragen. Die unterschiedlichen Farben der Kostüme dienen als Erkennung.
Eros trägt zum Beispiel einen roten Anzug, Orpheus einen klassischen blauen. 
Der Chor am Anfang trägt neutral graue Kleidung und die Furien als Diener der Unterwelt tragen ein schwarzes Outfit. 
Im Gegensatz dazu tragen Geister alles in weiß oder beige. 
 
Das Schauspielhaus und ihre Technik bietet uns eine Möglichkeit die Antike ein wenig ins Spiel zu bringen.
Da fast die ganze Fläche aus Hydraulik Hebebühnen besteht, haben wir das Haus in ein Amphitheater verwandelt. 
Die Bühne wird somit von drei Seiten aus betrachtet. Hinter der Bühne befindet sich ein Bereich der nicht höhenverstellbar ist.
Dieser Bereich wird von dem Orchester verwendet
 
Mit der Inszenierung wollen wir die Oper ein wenig entstauben und in die heutige Gesellschaft integrieren.
Dabei wollten wir aber nicht zu stark in das Werk selbst eingreifen um die Oper noch Oper sein zu lassen.