move mgnt

Miriam Schmidtke Szenografie
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“We have no real sensibility for magnetic fields, we are surrounded by them, we are quite depending on them and with this installation you can make something visible that  we normally can not really perceipt.”

Der Künstler Carsten Nicolai zu seiner Arbeit “crt mgn” in der Galerie Eigen+Art Berlin 

 

Die Arbeit move mgnt beschäftigt sich im Themenkreis omnipräsent aber unsichbar mit dem physikalischen Phänomen des Magnetismus. Magnetfelder sind eine der rudimentärsten Kräfte, seit ihrer Vermutung bis hin zu ihrer Entdeckung und ihrem tatsächlichem Existenznachweis und über die Zeit hinaus üben sie eine Faszination aus, die sich von naturwissenschaftlich-analytischer Natur bis hin zu spirituellen Konotationen erstreckt: so war der Magnetismus nach Vorstellung des englischen Physikers William Gilbert die “Seele der Erde”. Diese Ansicht Gilberts veranlasste den Gelehrten Niccolò Cabeo dazu, diesem naturwissenschaftlichen Phänomen ein ganzes Werk namens Philosophia Magnetia zu widmen.

 

“How far away from the earth are those remotest of stars: they are beyond the reach of eye, or man’s devices, or man’s thought. What an absurdity is this motion (of spheres). Situated in thinnest aether, or in the most fifth essence, or in vacuity - how shall the stars eep their places in the mighty swirl of these enormous spheres composed of a substance of which no one knows aught?”

Der Astronom William Gilbert, De Magnete, Book 6, Chapter III: Of the Daily Magnetic Rotation of the Globes, 1600.

 

Der Einfluss magnetischer Wirkungsweisen ist unentbehrlich für das Gefüge der Welt. Trotzdem sind sie etwas, das wir oft nicht vollständig erfassen oder einordnen können. Anders als, beispielsweise den, die geomagnetischen Pole zur Orienterung nutzenden Vögeln, entziehen sich magnetische Felder meist unserer Wahrnehmungsgrenze. 

 

Die Arbeit move mgnt visualisiert in einer räumlichen Installation magnetische Kräfte und nähert sich in ihrer ästhetischen Sprache der uralten Faszination von Magnetismus an. 

Ausgangspunkt ist eine Struktur aus mit Ösen verbundenen Stahlplättchen: sie ermöglicht eine sowohl ferromagnetische  als auch bewegliche Oberfläche, welche das Schlüsselobjekt des Raumes bildet und baldachinartig über den Besuchern hängt. 

Sich in der Decke befindende, bewegliche Starkmagneten versetzen die Oberflächenstruktur durch magnetische Wirkungsweisen in Bewegung und verformen sie an den jeweiligen Stellen. 

Die reflektierende metallische Oberfläche der Plättchen ergibt durch Bewegung und Beleuchtung eine flächenübergreifende kinetische Reflexion. 

move mgnt spannt so einen Raum zwischen Kunst, Physik und Psychologie. Die Arbeit agiert nicht nur als Medium zur Sichtbarmachung magnetischer Kräfte. Sie nutzt ihre Struktur für ein Form- und Lichtspiel, dessen Ziel es ist, bildgebendes Objekt für die Surrealität und Mystifizierung, die magnetische Felder seit jeher umgeben, zu sein.