LichtWandern

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Der Lichtstrahl unter dem Türschlitz, ein diffuser Lichteinfall ins Treppenhaus, lange Schatten im Abendlicht. All diese Beobachtungen geben uns Aufschluss über das Fortschreiten der Zeit. In welchem Verhältnis steht die Taktung der äußeren Umgebung zu unserer inneren Uhr? Wie lang erscheint uns eine Stunde, wie weit bewegt sich der Sonnenstrahl in dieser Zeit?

 

LichtWandern ist eine Serie von Arbeiten, die sich mit der Wahrnehmung von Zeit und dem Vergehen von Zeitspannen auseinandersetzt. Ihre gemeinsame Referenz ist der natürliche Verlauf des Sonnenlichts, der jedoch künstlich inszeniert wird und somit in eine Symbiose mit dem Raum oder einem bestimmten Objekten tritt.

 

Transluzente Acrylglasscheiben übersetzen die zeitliche Staffelung des Lichteinfalls über acht Stunden in eine räumliche Skulptur.

Ein gesteuerter Lichtkegel zeichnet die Bewegung der Sonne am 20. Juni in Berlin nach und wandert in kaum wahrnehmbarer Geschwindigkeit durch den Raum und über die Glasscheiben.

Trifft der Lichtstrahl auf die gebaute Zeit, reflektiert diese das Licht und bildet ein Lichtspiel am Boden. Für einen kurzen Moment trifft das bewegte, immaterielle Licht auf seine materielle Abformung. In diesem Gegensatz liegt das Spannungsverhältnis: Für einen Moment scheint 

die Zeit eingefroren, Licht und Form stimmen kurz überein, bevor der Lichtstrahl kaum merklich weiterzieht. 

 

Damit macht LichtWandern die Bewegung und Geschwindigkeit des Lichtstrahls erfahrbar, die wir im Alltag zwar sehen, meist allerdings nicht bewusst wahrnehmen. Die Skulptur speichert die Zeit, die selbst eine räumliche Dimension annimmt.