kuenstliche aeste

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In meiner Heimat Korea gibt es weit mehr Plattenbauten als in Berlin. Die starre Form und einfallslose Architektur lassen wenig Gestaltungsraum für die Bewohner. Momentan wohne ich in Friedrichshain, nahe der Landsberger Allee, wo sich ebenfalls viele Plattenbauwohnungen befinden. Als ich in dem Bezirk herum gelaufen bin, sind mir Pflanzen, die durch die Betonwand durchgewachsen sind, aufgefallen.

Bei meinen Ueberlegungen in Bezug auf Marzahn dachte ich mir, dass die organische Pflanzenstruktur einen guten Kontrast zu den eckigen Formen der Plattenbauten bilden könnte. Als Ausgangpunkt habe ich den Kuenstler „Christoph Haerle“ analysiert. Er ist 1985 in der Schweiz geboren. Er hat eine zweifache Ausbildung als Bildhauer und Architekt. Bei der Platzgestaltung kommen diese beiden sich ergaenzenden Zustaendigkeiten zum Tragen. Seine Installationsarbeiten stammen von seiner Kunst. Ich habe das Kunstwerk „QBus“ ausgesucht. Die Aufgabe war Kunst am Bau im Rahmen der Auszeichnung für wegweisenden Wohnungsbau. Der Plexiglaswürfel von 150x150x150 cm wurde an der geschlossenen Seitenwand montiert. Er speiegelt das wechselnde Licht des Tages wieder und verdeutlicht dieses durch farbige Schatten.

Dann habe ich Untersuchungen für die Materialitaet gemacht. In einem naechsten Schritt habe ich eine kuenstliche Pflanze entworfen. Eine Pflanze besteht aus Aesten. Ich habe die Struktur des Astes untersucht. Ein Ast hat eine einfache Struktur. Sobald man verschiedene Aeste miteinander verbindet, entsteht eine unregelmaessige Struktur. Den Plattenbauten wollte ich organische Formen gegenueberstellen. In meinen darauffolgenden Entwuerfen habe ich mich mit verschiedenen Materialien auseinandergesetzt und zunaechst eine Pflanzenstruktur aus Trinhalmen gebaut. Der Vorteil von den Trinhalmen ist, dass im Gegensatz zu Holz, ein recht flexibles Material ist und es sich dadurch mit verschieden Winkeln experimentieren laesst. Ich habe mich bei meiner weiteren Arbeit fuer schwarze Trinkhalme mit drei Ansteckmoeglichkeiten entschieden, da sich damit komplexere Formen darstellen lassen. Normalerweise passieren Menschen den Ort linear- sie laufen die vorgegebenen Wege entlang. Mein Ziel ist es, die Aststrukturen so zu positionieren, dass die Menschen spontan neue und ungewohnte Wege wählen muessen. Die Starre Form und einfallslose Gestaltung der Gebaeude und Anlagen geben jedoch wenig Anregung für die Vorstellung der Mensch.