justizvollzugsanstalt moabitDreidimensionale Interpretation von Berliner Orten

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In der Recherche habe ich mich mit dem Bau und der Geschichte der JVA Moabit, ihren prominenteren Insassen und dem Konzept von Haftstrafen im Deutschen Strafrecht allgemein beschäftigt.

Ansatz

In der Abstraktion werden die gestaffelten Sicherheitszonen der JVA Moabit durch zwölf labyrinthartig angeordnete Ringmauern dargestellt und grenzen so die Inhaftierten von der Aussenwelt ab.

Zwei Pfade die sich durch das Knastkonstrukt bewegen repräsentieren exemplarisch zwei Fallbeispiele von Täterbiographien. Dabei müssen sie sich der senkrechten Laufrichtung der Anlage anpassen -Rückführung in das Leben in "geordneten Bahnen".

Der resozialisierbare Einzeltäter (Roter Pfad)

Das Leben dieses Täters verläuft zunächst ohne große Turbulenzen, ein paar kriminelle Episoden reichen um gefasst und verurteilt zu werden, da die Straftaten spontan, ohne große Kenntnis und Planung durchgeführt werden. In der Haft muss sich der Erstverurteilte in der Hierarchie weit unter den  knasterfahrenen Mitgefangenen einordnen. Der Grad an persönlicher Freiheit (Breite des Pfades) wird mit Eintritt in die JVA deutlich geschmälert.

Der Wiederholungstäter (Gelber Pfad)

Zinnowitzer Straße

Ich habe mich bei der freien Interpretation eines Ortes für die Kreuzung Invalidenstraße Ecke Chaussestraße am Bahnhof Zinnowitzer Straße entschieden.

Der Ort hat für mich etwas Irrationales:
Hausfassaden begrenzen die Kreuzung nach Aussen hin durch große Flächen, dazwischen spannen sich unzählige, ungeordnet erscheinende Oberleitungen zweier sich kreuzender Strassenbahnlinien, deren Anzahl und Verstrebungen auf den ersten Blick keine Logik dahinter erkennen lassen.

Bei entsprechendem Blickwinkel entzieht sich diese Anordnung der perspektivischen Einordnung. Die Oberleitungen ergeben zweidimensionale Muster vor den Flächen der Hausfassaden, ihre Schatten texturieren den Boden mit fluchtenden Linien.

Ansatz

Den Ort habe ich auf die zwei für meine Betrachtung wesentlichen Elemente reduziert: Flächige Objekte aussen, Lineare Verbindungen dazwischen. Mit Spiegelungen und Schatten, deren Verlauf gebrochen wird, habe ich versucht die perspektivischen Irritationen des Ortes wiederzugeben.