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Unsere Ausgangskuenstlerin, welche uns die ursprüngliche Inspiration für die nachfolgenden Schritte unserer Arbeit gab,wurde 1950 im englischen Leeds, West Yorkshire, geboren. 1968 beginnt sie ihr Studium an der Leicester School of Art und wechselt 1969 an die Central School of Art and Design in London. Ihr Studium schließt sie 1972 ab. Ihre Arbeit zeichnet sich durch das Spiel von Schatten und Licht aus und dominiert die meisten Arbeiten der Kuenstlerin, besonders ihre zahlreichen Kleidervariationen. Rote, blaue oder weiße Tuellkleider, aufgehaengt an einer Schnur, lassen ihre Schatten im Luftzug einer Klimaanlage lebendig werden und tanzen. Die fragile Natur der Arbeiten wird unterstrichen durch die Auswahl der oftmals transparenten Materialien in Verbindungmit deren Praesentation in großen,kahlen Raeumen.

Die Weiterfuehrende Arbeit und die Auseinandersetzung mit dem Werk der Kuenstlerin, brachten uns zur Kernaussage in Ihrer Arbeit, welches wir in unseren weiterfuehrenden Materialstudien verarbeitet haben. Materialienwahl: In den weiterfuehrenden Arbeiten wurden Materialien eingesetzt um unsichtbares Greifbar zu machen und sichtbar zu machen, Beispielsweise zwischenraeume von Dingen sichtbar erscheinen zu lassen. Durch die Materialien wie klarem (Kerzen-)Gel, Asche, Phosphorpigment,Nylon und dem Einsatz von Licht (EL-Folie) wurden die Ziele der Umsetzung erreicht. Bei den vorangegangenen Arbeiten stießen wir bei der Untersuchung von Unsichtbarem und Sichtbarem auf die Wirkung und das unterschiedliche Auftreten der Schattenflächen, welche uns dazu brachte uns näher damit zu beschaeftigen und die Experimente von Goethe zur Schattenwirkung zu untersuchen. Die Frage, die sich stellte war,ob Schatten einfach nur Schwarz sind oder auch farbig sein koennen.

Da uns unsere vorangegangenen Experimente zu einseitig erschienen, untersuchten wir in den Nachfolgenden Schritten ob sich dieses Phaenomen des Unsichtbaren sichtbar zu machen auch in der Natur zeigte, welches auch auf die Schatten zutraf. Durch Beobachtungen in der Natur stießen wir auf ein sehr Interessantes Phaenomen bei Tintenfischen. Diese Tiere koennendie Oberflaeche und die Farbe Ihres Aeußeren soweit veraendern, das Sie im Meer fast Unsichtbar erscheinen -sozusagen Camouflage- welches den Bogen zurueckzu unserer Ausgangskuenstlerin und Ihrer Arbeit schaffte.Sie machen sozusagen das Unsichtbare sichtbar bzw. sichbares Unsichtbar, so daß wir uns dafuer entschieden haben, den Mechanismus der Hautzellen der Tintenfische für unser Projekt zu uebernehmen und zu versuchen,das Prinzip der Hautzellen zu vereinfachen und nachzubauen. Der Mechanismus den Tintenfische für Ihre Wandlungsfaehigkeit nutzen ist in den Chromatophoren, bestimmter Zellen in Ihrer Haut, begruendet. Diese Zellen besitzen einen Pigmentkern der von bestimmten Nerven-und Mukelzellen angesteuert wird und die Schwammfoermige Oberflaeche bei Aktivierung sozusagen glaettet. Die Zellen spannen und woelben sich und somit kann der Tintenfisch auch die Oberflaeche seiner Haut veraendern. Oben sind einige Schemata zur Verdeutlichung. Nach mehreren Modellreihen führte das Prinzip der Chromatophoren zur Form des hier abgebildeten Kreuzes, welches die Oberflaeche der Chromatophoren darstellen soll, aehnlich einem Exoskelett, welches von außen alles verspannt. Nun war die Frage wie man das Innere der Zelle darstellen konnte. Nachdem die richtige Form gefunden wurde, mußte entschieden werden, wie man das Prinzip des Versteckten/Unsichtbaren und das Wiedererscheinen/Sichtbar machen am besten darstellt. Nach Versuchen mit verschiedenen Oberflaechen, haben wir uns für Spion-Spiegelfolie entschieden. Hier kann die verborgenene Rueckseite nur mit der Hilfe von Licht gezeigt werden. Durch die spiegelnden aber wiederum Lichtdurchlaessigen Eigenschaften der Folie konnte hinder dem Kreuz eine „Pigmentzellenähnliche“ Form versteckt werden und somit der Vorgang in der Natur nachvollzogen werden.