Holographic

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Das Ziel der Ausstellung „Holographic“ ist es, wesentliche Prinzipien von internetbasierter Konsumentenanalyse – „Digital Consumer Intelligence“ in einem konkreten Raum sichtbar zu machen. Sie verhält sich parasitär zu einer beliebigen ihr vorgelagerten Ausstellung. In diesem Falle im Museum für Kommunikation im Rahmen der Langen Nacht der Museen, in der unauffällig Daten der Besucher gesammelt werden. 
Ein Kategorisierungsraster mit den Parametern Denkstil, Zeitbezug, politische Orientierung, Lebensausrichtung und Thema des Ausstellungsobjekts ermöglicht das Besucherverhalten individuell zu erfassen und auszuwerten.
Im Hinterhof bildet ein Pavillon den eigentlichen Ort der Ausstellung. Hier werden die gesammelten Da- ten unmittelbar auf den Besucher zurück gespiegelt. Das sich sonst im Hintergrund haltende virtuelle Tracking wird räumlich sichtbar und physisch begehbar. Die an militärische Tarnmuster erinnernden Außenflächen des Pavillons vermitteln sukzessiv den An- griff auf die Informationelle Selbstbestimmung der Besucher (militärischen Ursprung des veranschaulichten Themenkomplexes). Die verwendeten Algorithmen zur Auswertung der Besucher bedienen sich der vom Militär im Kalten Krieg entwickelten Spieltheorie. Gleich der in Echtzeit statt findenden digitalen Konsumentenanalyse im Internet. Die Abbildung des Besuchers geschieht individuell, sowie im statistischen Mittel der Menge an Besuchern. Ein einzelner Besucher hat direkten Einfluss durch den ihn persönlich wiederspiegelnden Teilbereiches des Musters. In der gesamten Abbildung verschwimmt jedoch die Individualität wieder und löst sich im Ge- samten auf. Ein zwischen intimen und öffentlichen Raum wechselndes Kaleidoskop entsteht. Eigene Spuren sind nachvollziehbar durch eine auf dem Bo- den sich dem Besucher nachziehende Spur der ihm zugewiesenen Unterkategorien. Visuell übersetzt in Form von Symbolen. Spuren anderer werden dabei jedoch auch beobachtet. Einerseits wird die Rolle der privaten, unbehelligten Person eingenommen, andererseits die Rolle des wissenden Beobachters. Die Bedeutungsunschärfe der Symbole bekräftigt die Frage nach der durch Kategorisierungen entstehenden oft schlechten Informationsqualität und den Auswirkungen auf das reale Leben. Das in der Ausstellung ohnehin schon physisch verfestigte, sonst virtuelle Wesen der Überwachung und Ana- lyse verfestigt sich als nachhallender Höhepunkt in einer aus den Kategoriesymbolen generierten drei- dimensionalen Form die dem Besucher überreicht wird. Der an ein aus dem Internet herausgebrochenes Stück erinnernde Pavillon begleitet nach seinem 0Verlassen an seine ihm zugrunde liegende Macht eine Tragweite bis in das uns täglich umgebende Warenangebot hat.