Good VibrationsGestaltung einer Sonderausstellung

Good Vibrations
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Gestaltung (und Produktion) der Sonderausstellung "Good Vibrations"
 
Im Musikinstrumenten-Museum Berlin ergab sich für das Team, bestehend aus drei Studierenden sowie der Supervision von Prof. Diel und Prof. Schwarz, die Möglichkeit, angewandt an der Ausstellungsgestaltung zu arbeiten. Die Aufgaben erstreckten sich dabei von der Entwicklung eines Raumkonzepts über die auskleidende, unterstützende sowie narrative Grafik bis hin zu praktischen Problemlösungen der Exponatspositionierung. 
 
Das Thema "elektronische Musikinstrumente" sollten die Ausstellung nicht nur als Novum für das Museum abheben, sondern sie waren in ihrer Ansammlung erstmalig im musealen Kontext so zu sehen. Um dem Anspruch einer Nachnutzung nachzukommen, wurde ein wiederverwendbares System aus Tischpodesten und Baugerüsten genutzt. Mit Hilfe dieser modularen Ausstellungssysteme konnten für die unterschiedlichen Objekte adäquate Expositionen entwickelt werden. Die Gerüste wurden mit der eigens für die Ausstellung entwickelten Grafik verkleidet. Die Wellen der Grafik findet man in der gesamten Sonderausstellung wieder, sowie auf einem großen Banner am Geländer des Museums. Die mit den Großgrafiken behangenen Gerüsten bildeten Ausstellungskörper, die sich neben der schwierigen und verwinkelten Architektur  des Museums durchsetzen konnten. Sie ermöglichten eine geschlossene Formsprache der Sonderausstellung neben der Dauerausstellung, ohne komplette Einbauten vorzunehmen. Die Ausstellung wird über eine Wendeltreppe mitten im Museum betreten, beim Eingang wird der Blick direkt entlang zweier Gerüstachsen gelenkt. Die dynamischen, sich überlagernden Wellen der Grafik bringen Bewegung in den stummen Museumskontext der sonst klingenden Objekte. Auch das interaktive Lichtkonzept verstärkt den Eindruck einer "Belebung". Einige der Exponate befinden sich noch in einem Entwicklungsstadium, Leitmotiv der Ausstellungsgestaltung war also die Werkstattschau. Die temporäre Ausstellung spricht eine ganz neue Zielgruppe im Museum an, und lädt Laien, Entwickler, Nerds, Pioniere und Künstler ein, elektronische Instrumente kennenzulernen und diese sogar in der Ausstellung zu spielen.