Eine Zeit 
der Ver­änderung

Eine Zeit 
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Im Laufe des Entwurfsprozesses entwickelte sich das Konzept eines multifunktionalen Pavillons. Er hat eine quadratische Grundform und besitzt ein Wandsystem aus Holzbalken. Diese und auch der Boden sind wiederum
quadratisch gerastert und bieten die Möglichkeit, verschiedene Elemente in beliebigen Kombinationen und Anordnungen temporär zu verankern. Das Raster gibt einige Höhen und Breiten vor, wie zum Beispiel Sitz- oder Tischhöhen. Grundsätzlich kann die Inneneinrichtung des Gebäudes, je nach Verwendungszweck, weitgehend verändert werden, neben gängigen Einrichtungen lassen sich auch ganz individuelle Räume gestalten. Man hat die Möglichkeit eine Bühne aufzubauen, aber auch Café-Situationen mit Tischen sind realisierbar. Ohne Zusatzelemente eignet sich der geräumige Pavillon auch gut für größere Veranstaltungen.
Pavillons weisen eine im Prinzip unbegrenzte Vielfalt an Formen und Funktionen auf. Sie können groß sein und trotzdem federleicht wirken, aus ausgefallenen Materialien bestehen oder ganz unkonventionelle Formen annehmen. Oft haben sie eine gemeinschaftliche Funktion, als sozialer Treffpunkt oder Veranstaltungs- bzw. Ausstellungsraum. In meiner Recherche bin ich auf moderne japanische Pavillons gestoßen, die mit ihren einfachen, sich immer wiederholenden Formen unglaublich komplexe Raumstrukturen schaffen können. Als Inspiration dienten mir besonders die Arbeiten des japanischen Architekten Kengu Kuma. Sie haben ihre Grundlage in der traditionellen japanischen Architektur, die durch minimalistische, transparente und variable Räume geprägt ist, und in der oft auch die Grenze zwischen innen und außen aufgelöst wird.
Als System konzipierte ich eine offene Wandstruktur mit einem Raster von horizontal und senkrecht laufenden Holzbalken. In regelmäßigen Abständen bleibt ein Quadrat frei. Die entstehenden Zwischenräume bieten die Möglichkeit, Balken mit der gleichen Grundform einzusetzen und in dieser Führung in verschiedene Positionen zu verschieben. Die vierreihige Wandkonstruktion gewährleistet die hierfür nötige Stabilität. Die Position der jeweiligen Elemente ist dabei nicht nur von innen sichtbar, sondern bildet sich auch auf der Außenseite der offenen Konstruktion ab. Das auf der Wand eingesetzte Raster, setzt sich auf dem Boden fort. Durch das Entfernen von Bodenplatten wird die aus vier senkrecht eingelassenen Balken bestehende Unterkonstruktion sichtbar. Die Balken lassen sich ausziehen und auf vordefinierten Höhen fixieren, um so z.B. einen Stuhl oder Tisch zu errichten. Analog kann das aus der Wandkonstruktion in den Raum hineinragende Holz für die Schaffung von Sitz- oder Ablageflächen genutzt werden.
Der Pavillon lebt von der immer wieder neuen, variablen Nutzung durch den Menschen. Seine endlose Wiederholungsstruktur kongruiert so mit seinen unendlichen Variationsmöglichkeiten. Seine Nutzung ist immer mit einer Veränderung verbunden, die Zeit verläuft in ihm nicht linear, sondern zirkulär – er erscheint immer wieder neu und bleibt doch immer gleich.