Down Street

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Es geht darum, einen analogen Raum zu schaffen, in dem die Personen vom Druck der Technologien befreit werden, indem sie in eine unterirdische Welt abtauchen. Sie müssen eine aktive Entscheidung treffen und sich ins Unbekannte fallen lassen, um in eine parallele Welt zu kommen, in der sichtbare Ränder und Kanten nicht existieren und die Flut der multimedialen Eindrücke verschwunden ist.
Down Street ist eine Reise, die aus der Realität hinaus und wieder in sie zurückführt. Auf der man Unsicherheit und Freiheit erlebt. Die Besucher kehren mit einer anderen Sicht in die Wirklichkeit zurück. Idealerweise gewinnen sie ein neues Verständnis, wie die Kommunikationsobjekte des Alltags sie unter Druck setzen, so als ob sich die Wände um einen herum zusammenziehen.
 
Das Projekt hat seinen Ort in der Down Street Station in London. Eine U-Bahn-Station, die im Jahr 1930 verlassen wurde. Die Betreiber der Londoner U-Bahn sind auf der Suche nach Projekten, um neue Anwendungen für den ungenutzten Teil des Verkehrsnetzes zu finden.
 
Die Installation versucht, durch körperliche Erfahrungen (elektronische Töne, Abgleiten des Körpers in die Tiefe, neutraler weißer Raum, ein sich klaustrophobisch verengender Gang etc.) eine parallele Wahrnehmung des Drucks, dem wir im Zeitalter der elektronischen Medien unterworfen sind, und die Vision einer Befreiung zu vermitteln. Das Projekt stellt sich Frage, bis zu  welchem Punkt ich es den digitalen Technologien erlaube, mich zu unterdrücken, und welche Überwindung ich aufbringen kann, mich in der Leere der Temporären Analogen Zone zu stürzen, um mich von diesem Druck zu befreien. 
 
 
Die Installation besteht aus einem schwarzen Loch, das eingebaut wird in das, was früher der Entlüftungszylinder der Station war. Man tritt von der Straße aus durch eine Tür, passiert einen Korridor und gelangt in einen kreisförmigen Raum. Hierempfängt einen das unaufhörliche Klingeln eines Handys, das niemand abhebt, während sich in der Mitte als einziger Ausweg das schwarze Loch auftut: eine trichterförmige Öffnung im Boden, in die man sich hineingleiten lässt, ohne zu wissen, wo man landen wird. Tatsächlich ist in den Entlüftungszylinder ein Rettungsschlauch eingebaut, durch den man in einer spiralförmigen Bewegung über eine Länge von 22 Metern in 20 Sekunden nach unten rutscht. Nach der Passage durch die Dunkelheit findet man sich in einem (textilverkleideten) weißen Raum wieder, durch dessen Höhe einem der Weg, den man durch das schwarze Loch genommen hat, noch einmal vor Augen geführt wird. Die nächste Passage führt durch die weiß verkleideten Tunnel der Station. 
Auf dem Weg zum Aufzug, der einen zurück auf die Straßenebene bringt, wird der Gang unmerklich immer schmaler und niedriger, bis er den Maßen einer einzelnen Person entspricht. Am Ende befindet sich ein dunkler Gang, der zum Aufzug führt. Auf dem Weg nach oben, der etwa eine Minute dauert, kommt einem schon der leise Klang eines Handys entgegen, der langsam immer lauter wird. Oben angekommen, kann man ihn wieder in seiner ganzen Aufdringlichkeit hören. Der Raum ist eher dunkel, so dass die Besucher langsam gehen müssen und gezwungen sind, den Ton länger zu ertragen, als ihnen lieb ist, bis sie endlich wieder auf die Straße treten und vom Licht des Tages geblendet werden.
 
Die Installation versucht, durch körperliche Erfahrungen (elektronische Töne, Abgleiten des Körpers in die Tiefe, neutraler weißer Raum, ein sich klaustrophobisch verengender Gang etc.) eine parallele Wahrnehmung des Drucks, dem wir im Zeitalter der elektronischen Medien unterworfen sind, und die Vision einer Befreiung zu vermitteln. Das Projekt stellt sich Frage, bis zu  welchem Punkt ich es den digitalen Technologien erlaube, mich zu unterdrücken, und welche Überwindung ich aufbringen kann, mich in der Leere der Temporären Analogen Zone zu stürzen, um mich von diesem Druck zu befreien.