Der durchtrennte Faden

Der durchtrennte Faden
Der durchtrennte Faden
Der durchtrennte Faden
Der durchtrennte Faden
Der durchtrennte Faden
Der durchtrennte Faden
Der durchtrennte Faden
„Gewiß ist es fast noch wichtiger, wie der Mensch sein Schicksal nimmt, als wie sein Schicksal ist.“
Alexander von Humboldt (1769-1859), dt. Naturforscher u. Geograf 
 
Menschen sind in der Lage Wundern zu erzeugen, denn der Mensch selbst ist ein wunderhaftes Existenz. Die einzige Voraussetzung ist das Leben. Wo es Leben gibt dort ist auch der Tod. Tod ist etwas unvermeidbares. Vielen Trauenden aber träumen davon Menschen zurück ins Leben zu rufen. Doch dagegen ist auch der mächtigster Gott machtlos.
 
Die traditionelle Version von Orpheus und Eurydike zeigt solch eine Tragödie. Der Gott stellt eine Prüfung an Orpheus und verspricht ihn nach seiner Bestehen die Wiederbelebung seiner Liebe. Orpheus gelingt es am Ende nicht seine Geliebte Eurydike zurück zu bringen. Orpheus bricht das Tabu von „Zurückblicken“ und Eurydike stirbt endgültig. Vielen Autoren gibt Frauen, in diesem Fall Eurydike, die Schuld. So wie es in der Antike üblich ist. Berühmte Beispiel ist Eva und die Verbannung aus dem Paradies. 
 
Doch in meiner Version: Orpheus und Eurydike - Die durchtrennte Faden ist es anders. Orpheus Tat ist eher ein Versuch als eine Prüfung mit festgelegten Belohnung. Wiederbelebung ist kein Versprechen den ein Gott traut zuzusagen. Der verspielte junger Liebesgott Amor ist der Auslöser. Er schoss ausersehen ein Pfeil auf Hades, woraufhin der sich in Eurydike verliebt. Hades tötet Eurydike und verschleppte ihre Seele in die Unterwelt. Als Entschädigung verhilft Amor Orpheus in die Unterwelt. Orpheus schafft es mit seiner Gesang die Furien zu vertreiben und brennt den Bann zwischen Hades und Eurydike. Hades schenkt Orpheus ein letztes Wiedersehen mit Eurydike. Eurydike bleibt freiwillig in die Unterwelt um nicht das Gesetzt der Natur zu brechen. Orpheus soll nicht zurückblicken im Sinnen von in die Vergangenheit schauen.   
 
Die Schicksalsgöttinnen tauchen immer zwischen den Szenen auf. Sie führen Gesprächen, greifen aber nicht in das Geschehen ein. Sie bilden neben dem Zuschauern eine Dritte Ebenen. Sie weisen hin, dass der Tod von Eurydike fest, vom Schicksal bestimmt ist und somit unveränderlich ist. Orpheus dagegen als lebendiger Mensch steht ihm viele Möglichkeiten offen. Er ist in der Lage Wunder zu verbringen und sich gegen das Schicksal zu stellen. 
 
Das Stück soll den Menschen Gedanken über das eigene Schicksal zu erregen. Man soll sich mehr trauen und versuchen im Leben, bevor es zu spät ist.