Das Abendteuer eines Wassertropfens

Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Das Abendteuer eines Wassertropfens
Einführung:
Beim Oberthema „Wasser und Wetter“ geht es um den Kreislauf des Wassers von den
Wettererscheinungen in der Natur bis zur Wahrnehmung in unserem Alltagsleben. Meine Idee
war, eine fantasiebasierte Ausstellung für die Öffentlichkeit zu entwerfen, die von der Form des
Wassers als Regen interpretiert wird.

 

Das Abenteuer eines Wassertropfens
 
Ein kleiner Wassertropfen liegt gemütlich in den schönen weissen Wolken.
Eines Tages ist die Wolke schlecht gelaunt.
Der Wassertropfen hat aus Angst die Wolke verlassen.
Er fliegt nach woanders,
durch das Tal,
über das Kornfeld,
in den Fluss.
Endlich stürzt er in die See.
Er wird zu der Träne eines Fisches.
 
Meine Ausstellung hat als Ort den Wasserspeicher in Dortmund. Bei ihm handelt es sich um einen
relativ großen quadratischen Raum mit einer Seitenlänge von 60 m, dessen 9 m hohe Decke von
36 Säulen getragen wird.Für meine Ausstellung wird der Wasserspeicher in vier verschiede Bereiche unterteilt. Jeder
Bereich steht für eins der vier Themen der Geschichte: „Im Himmel“, „Gefährliche Täler“, „Die
Hoffnung des Kornfelds“, „Unterwasserwelt“. Die Besucher sollen die Themen in einer
bestimmten Reihenfolge durchlaufen. Deswegen werden sie auf einen bestimmten Weg geleitet.
Innerhalb eines Themas sollen sie die Inszenierung jedoch frei begutachten können.
Der Wassertropfen fungiert als Akteur einer abenteuerlichen Reise oder eines Märchen für
Erwachsene und Kinder, das in einer metaphorischen, phantastischen Welt spielt. Das Projekt soll
vor allem die Phantasie anregen. Der Wassertropfen spielt in meiner Ausstellung die Hauptrolle.
Die Besucher sollen ihm auf seiner Reise folgen. Das Wasser steht eher unter poetischen als
unter wissenschaftlichen Vorzeichen.
Anhand von Experimenten habe ich nach einem Ersatz für die Darstellung des Wassertropfens
gesucht und mich schließlich für Glühbirnen entschieden, weil sie als kleine Punkte in einem
großen dunklen Raum deutlich erkennbar sind und auch eine ähnliche Form haben. Sie leiten die
Besucher durch die gesamte Ausstellung und tauchen mal als einzelne Lichtpunkte und mal als
Schwarm auf.
Alle Flächen der Räume des Wasserspeichers werden blau angestrichen, damit die Besucher ein
Gefühl der Schwerelosigkeit bekommen, denn die Wassertropfen sind leicht und schweben, die
Besucher bewegen sich mit den Wassertropfen auf derselben schwerelosen Ebene.
Die geometrischen Elemente, die die Ausstellung prägen und die vier Bereiche voneinander
trennen, basieren auf dreieckigen Flächen und bilden einen durchgängigen symbolischen Raum.
Vor den einzelnen Bereichen liegt jeweils ein leerer quadratischer Raum, in dem ein Ausschnitt
aus der kurzen Märchenerzählung auf das jeweilige Thema einstimmt.
Im ersten Bereich „Im Himmel“ hängen von der Decke „geometrische“ Wolken aus Papier in
Tetraeder-Form. Diese geometrische Formensprache zieht sich durch die gesamte Ausstellung –
aus Dreiecken lassen sich praktisch alle natürlichen Formen nachbilden, zugleich lassen sie auch
eine bizarre, phantastische Bildwelt entstehen. Die Atmosphäre soll nach einer bestimmten Zeit
dunkler werden. Dabei werden die Lichtpunkte sichtbar, um anschließend wie Regentropfen
runterzufallen. Wenn sie wieder hochgezogen werden, bleiben sie ausgeschaltet, damit es
aussieht, als ob die Lichtpunkte in einem fort fallen würden.
Im zweiten Bereich der Ausstellung „Gefährliche Täler“ beginnt das eigentliche Abenteuer des
Wassertropfens. Hier werden aus flachen, ineinander gesteckten Dreiecken Berge und Täler
nachgebildet, eine wilde Landschaft, durch die es den Wassertropfen führt. Zwischen den
Bergen werden Glühbirnen aufgehängt, um Schatten an den Wänden und damit eine bedrohliche
Stimmung zu erzeugen.
Im dritten Bereich der Ausstellung „Die Hoffnung des Kornfelds“ werden ebenfalls mit ganz vielen
kleinen Lichtern und leuchtenden Kabeln Kornpflanzen dargestellt, die vor allem dicht
aneinandergereiht sein sollen. Die Lichtpunkte sollen sowohl auf der Spitze der Halme liegen, als
auch weiter unten oder dazwischen, damit eine große Lichterfläche entsteht, vergleichbar mit
einem Himmel voller Sterne.
Im vierten und letzten Bereich der Ausstellung wird aus Glas und Spiegeln eine polyedrische
„Unterwasserwelt“ aufgebaut. In dem Raum schweben viele Fische, auch aus dreieckigen
Flächen gebildet, die sich hin und her bewegen. In der großen Menge von Fischen gibt es einen
besonders großen Fisch, der einen Wassertropfen bzw. eine sich bewegende Glühbirne
schlucken soll, welche(r) danach wieder als Träne aus seinem Auge fließt.