bazaar

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Das Projekt Bazaar ist eine räumliche Intervention, die in der Marzahner Promenade Impulse geben soll. Ziel ist es durch eine temporär wiederkehrende Markt- und Basarsituation die Menschen erfahren zu lassen, dass die Promenade lebendig und Teil der Lebenskultur sein kann. Es soll ein Ort der Begegnung entstehen, an dem Menschen in Dialog treten und die anonyme Atmosphäre auflösen, die momentan allgegenwärtig ist.

Den Anstoß zum Entwurf gab die Ortsanalyse im Hinblick auf die Alltagskultur der Bewohner. Diese brauchen offensichtlich weniger architektonische Eingriffe in ihrer Umgebung als vielmehr eine nahbare Intervention, die sich besonders ihren individuellen Wuenschen und Bedürfnissen widmet. Denn vor allem geht es in einer kulturell aktiven Stadtgemeinschaft um Freude im Alltag, die öffentlich erfahren und geteilt werden kann. Klassische »Kunst am Bau« wird diesen Anspruch an ein anstoßgebendes Szenario nicht erreichen. Daher braucht es ein System, dass von den Bewohnern selbst angewandt und je nach Anlass angepasst werden kann. Demnach sollte sich die Stadtkulisse der Marzahner Promenade gar nicht aendern, sondern nur in ihrer wechselnden Bespielung neu und von innen heraus definiert und gepraegt werden.

Eine Identifikation kann man nicht erschaffen, sie wird empfunden und gelebt. In diesem Sinne kann ein Gestaltungskonzept für den oeffentlichen Stadtraum nur fruchtbar sein, wenn es sich dem Wissen über eine lokale Mentalitaet bedient und noch zusaetzlich eine positive Veraenderung in dieser herbeiführen will. Erst in diesem Gedankengang wird offenbar, dass es die ortsansaessigen Menschen selbst waren, die seit der Wende die Marzahner Promenade zu einer kargen Auffahrt zum begehrten Konsumpalast Eastgate abgewertet haben. Ob nun erst das Angebot die Menschen auf Konsum fokussieren ließ, oder ob es generelle strukturelle Umwälzungen in Bildung und Arbeitsmarkt waren, steht dabei weniger zu Debatte. Entscheidend ist die Frage, ob hier eine ideologische Wende vollzogen werden kann. Das Ideal der oeffentlichen Intervention sollte also ein Reiz sein, der zu Reflektion der eigenen Wertewelt anregt. Inspiriert von Netzwerken im Nahverkehr einer Stadt. Diese erstrecken sich flaechendeckend und unterscheiden nicht zwischen Neubau oder historischen Gebaeuden. Die urbane Logistik verbindet mit ihnen ganze Bezirke. Diese Aesthetik wird übertragen auf Orte in der Marzahner Promenade. Das Liniennetz aus dem Modell wird um Flaechen erweitert. Ein Versuch mit Geometrie die gewünschte Funktionalitaet für die Markt- und Basarsituation zu finden: Zum einen koennten horizontale Ebenen hier als Ablageflaeche genutzt werden, zum anderen waere ein Schutz vor Witterung gewaehrleistet. Individuelle raeumliche Konstellationen erweitern die gewohnte Promenadenkulisse um wechselnde und erfahrbare Szenarien.