non/ anti-objectperformative environments Berlin

„Die Poetik des „offenen“ Kunstwerks strebt, wie Pousseur sagt, danach, im Interpreten „Akte bewusster Freiheit“ hervorzurufen, ihn zum aktiven Zentrum eines Netzwerkes von unausschöpfbaren Beziehungen zu machen, unter denen er seine Form herstellt, ohne von einer Not- wendigkeit bestimmt zu sein, die ihm die definitiven Modi der Organisation des interpretierten Kunstwerks vorschriebe. [...] Das „Kunstwerk in Bewegung“ bietet die Möglichkeit für eine Vielzahl persönlicher Eingriffe, ist aber keine amorphe Aufforderung zu einem beliebigen Eingreifen. [...] Der Künstler, so kann man sagen, bietet dem Interpretierenden ein zu vollendendes Werk.“

Umberto Eco, „Die Poetik des offenen Kunstwerkes“ in: Das offene Kunstwerk. Suhrkamp Frankfurt, 1973

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Auseinandersetzung mit der Notation offenes Kunstwerk und der Entwurf eines per- formativen, räumlichen Systems das unterschiedliche Handlungen im Stadtraum ermöglichen kann. Diese Strukturen sollen handlungsbezogen und temporär an bestimmten Orten in Berlin „entfaltet“ werden und sich in einer Vielzahl von Situationen und Raumzuständen manifestieren.