von mund zu mund zu fuß

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Mein Diplom-Projekt "Von Mund zu Mund zu Fuß" visualisiert die Rolle des mittelalterlichen Pilgerweges nach Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens. Die Entstehungsgeschichte des Wegs reicht zurück in die Zeit von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert. Seitdem erfuhr der Weg über die Jahrhunderte hinweg regen Zulauf und derzeit sogar einen immensen Aufschwung durch das wachsende Interesse an individuellen und sinnstiftenden Reiseformen. Aus diesem Anlaß setzt mein Projekt eine räumlich-zeitliche Thematik in eine räumlich-didaktische Inszenierungslandschaft um.

Die Ausstellung ist in zwei Bereiche unterteilt. Zuerst betritt der Besucher den historischen Teil und erfährt in fünf Stationen die Entstehungsgeschichte und Rezeptionsgeschichte des Weges im Hochmittelalter. Den inhaltlichen Rahmen bildet der Codex Calixtinus, ein Buch, das die Basis für den Kult um Jakobus den Älteren bildet und das die Pilger motivieren soll, aus allen Teilen Europas die Reise nach Santiago anzutreten. Der Besucher wird durch die geschriebenen Entstehungsmythen geführt, die zwischen angedeuteten Bücherregalen im Raum auf freistehenden Wänden illustriert einen Parkur bilden. Der Bereich endet in einem Panorama, das den ersten Reiseführer, aus dem 13. Jahrhundert mit den Beschreibungen und Ansichten der Wegrouten darstellt. Nach einem Zeitsprung von 300 Jahren gelangt der Besucher in eine aus Stäben inszenierte Landschaft, in der an weiteren fünf Positionen die wichtigsten Weglegenden behandelt werden. Jede Legende ist einer Stadt zugeordnet, die entlang der Strecke auf dem Jakobsweg liegen. Die Legenden erzählen von den Bedingungen und Erwartungen eines mittelalterlichen Pilger, der anhand dieser Erzählungen seinen persönlichen Reiseweg memorieren konnte. Die Besucherführung ist dabei nicht frei angelegt, sondern am Ablauf einer Pilgerreise, dem Hin- und Rückweg, orientiert. Am Ende verlässt der Besucher die Ausstellung über die Eingangstreppe zurück in die Gegenwart.
Ziel der Ausstellung soll nicht der Versuch sein, die Reiseerfahrungen von einzelnen Pilgern wiederzugeben. Die Idee war es, historische Bezüge aus der Geschichte und die Legenden um den Jakobskult gegenüberzustellen, um das Leben und Reisen im Mittelalter zu illustrieren. Ferner geht die Ausstellung auf die Funktionen von Pilgerführern im Allgemeinen ein, was den Entwurf in zwei Teile gliedert. An der Gegenüberstellung von zwei Pilgerführern aus dem 12. und aus dem 16. Jahrhundert orientiert sich die Gestaltung und die Inszenierung und nimmt dabei Bezüge zu den Funktionen und den Auswirkungen des Buchs als Medium. Einerseits in Form einer Bibliothek und andererseits im Raumszenario aus Pilgerstäben und Stationen.