und die wunderliche welt dreht sich weiter

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und die wunderliche welt dreht sich weiter

Die Spuren der Vergangenheit sind allgegenwärtig. Sie umgeben uns wo auch immer wir uns befinden. Gebäude, Objekte, Orte tragen Geschichten in sich, die auf ihrer Oberfläche, in ihrer Struktur, in unserer Imagination oder in unseren Erinnerungen gespeichert sind. Abwesenheit und dessen Spuren deuten auf das, was mal gewesen ist und lassen uns im Einst schweben. Diese Nähe zu Vergangenem berührt emotional und erweitert die gegenwärtige Betrachtung.

Erinnerungen sind der Reichtum des Lebens und besonders im Alter, wo die Projekte weniger werden und die Vergangenheit einen wichtigeren Platz einnimmt, werden sie wertvoll. Bei einer Demenzerkrankung verliert der Patient nach und nach alle Spuren des Erlernten und Erlebten und somit auch seine Identität. Für den Erkrankten und für die Angehörigen ist es ein einsamer Weg. Sie leben abgegrenzt von einer Gesellschaft, die an Defiziten nicht interessiert ist, die das Thema abschreckt und es daher tabuisiert.
Demenz kann uns alle irgendwann betreffen, entweder uns selbst oder unser nächstes Umfeld. Die Anzahl der Fällen nimmt mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung immer weiter zu und eine Veränderung dieser Zustände ist nicht in Sicht. Diese Krankheit ist bis heute unheilbar. Die meisten können nicht nachempfinden, was es heisst an Demenz zu leiden. Um ein Grundverständnis für das Thema und somit den verblassenden Spuren der persönlichen Vergangenheit, zu erreichen, widmet sich mein Projekt einer Ausstellung im urbanen Raum, die das Thema der Demenz von unterschiedlichen Perspektiven aus betrachtet. Sie soll zeigen, was es heisst krank zu sein oder einen Demenzkranken zu begleiten.

„Und die wunderliche Welt dreht sich weiter.“ Diese Zeile stammt, laut der Hauptcharaktere von Paul Austers Mann im Dunkel, angeblich von Rose Hawthorne. Die Dichterin wurde im Laufe ihres Lebens Nonne, widmete sich dreißig Jahre lang der Pflege von unheilbar Kranken und setzte sich dafür ein, dass sie in Würde sterben können.

Als Demenz bezeichnet man in der Medizin einen anhaltenden oder fortschreitenden Zustand herabgesetzter Fähigkeiten in den Bereichen des Gedächtnisses, des Denkens und anderer höherer Leistungen des Gehirns. Dieser muss eine Minderung im Vergleich zum früheren individuellen Niveau darstellen und zu einer Beeinträchtigung bei gewohnten Alltagsaufgaben führen. Gewöhnlich liegen auch Veränderungen des Zwischenmenschlichen Verhaltens und des Antriebs vor. Die Demenz ist ein Muster von Symptomen, das unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Der Begriff bezieht sich weder auf eine bestimmte Krankheit noch bezeichnet er ausschließlich Verfassungen eines schweren intellektuellen Abbaus. Der medizinische Sprachgebrauch unterscheidet sich dadurch erheblich von der wörtlichen Bedeutung des aus dem Lateinischen stammenden Ausdrucks („Fehlen des Verstandes“).

Allgemeine Fakten
Die Häufigkeit von Demenzzuständen in der Bevölkerung steigt mit dem Alter steil an. Die meisten Fällen betreffen Frauen, was vermutlich an deren höherer Lebenserwartung liegt. In der Altersgruppe von 70- bis 74-Jährigen leiden 2,8 % der Bevölkerung an Demenz. In der Gruppe der 80- bis 84-Jährigen sind es bereits 13,3 %, und bei über 90-Jährigen ganze 34,6 %. In Deutschland sind derzeit ca. 1,3 Millionen Menschen davon betroffen. Experten schätzen, dass diese Zahl sich bis 2050 verdoppeln wird.1
Demenzformen werden in zwei Kategorien unterteilt: Vaskuläre Demenz und degenerative Demenz.
Zur Letzteren gehört die Form Morbus Alzheimer, die bei weitem Häufigste. Die Krankheit wird in fast allen Fällen durch Krankheiten des Gehirns hervorgebracht, bei denen Nervenzellen und Nervenzellenkontakte zu Grunde gehen. Die Gründe dafür sind teilweise noch nicht bekannt. In den meisten Fällen, werden Eiweiß-Stoffe im Gehirn nicht mehr richtig verarbeitet. Die Konsequenz ist, deren Verformung und anschließende Ablagerung, sogennante Plaques, innerhalb und außerhalb der Nervenzellen. Krankheiten die hirnversorgende Blutgefäße betreffen, können auch eine Ursache für Demenz sein, indem sie Durchblutungsstörungen verursachen und dadurch eine Zerstörung von Hirngewebe hervorrufen. Die wenigsten Fälle haben als Ursache einen Fehler im Erbgut.

Plaques wurden bisher immer als die Ursache für Alzheimer betrachtet. Eine Studie widerlegt jedoch diese Theorie.
Der Psychologe David Snowdon startete 1986 Untersuchungen bei Nonnen, da diese oft erheblich älter werden, als die übrige Bevölkerung und auch seltener an Demenz erkranken.
Über 600 Nonnen aus einem Kloster in Minnesota nahmen an dieser Studie teil. David Snowdon erforschte dieses Thema anhand von Tagebüchern, geistigen Tests und durch die Gehirnuntersuchung verstorbener Nonnen. Die Studie hat erwiesen, dass die Gehirne von Schwestern, die noch bis zu ihrem Tod geistig absolut fit waren, von Plaques schwer befallen waren. Man könne also an Alzheimer leiden ohne die typischen Symptome zu entwickeln.

Krankheitsverlauf
Den Verlauf der Krankheit teilt man in die Stadien der leichtgradigen, mittelschweren und schweren Demenz. Jedes dieser Stadien dauert im Durchnitt drei Jahre.
Im frühen Krankheitsstadium machen sich bei dem Patient Störungen von Gedächtnis, Denkvermögen, Orientierung und Sprache bemerkbar. Die Funktionsfähigkeit bei Alltagstätigkeiten wird dadurch vermindert, aber
die Selbstversorgung bleibt erhalten. Der Patient
ist sich in diesem Stadium über das Nachlassen seiner Leistungsfähigkeit zumindest teilweise bewusst und dadurch verunsichert, deprimiert und beschämt.
Bei mittelschwerer Demenz nehmen die Fähigkeiten zur Bewältigung von Alltagsaufgaben weiter ab. Der Patient erreicht die Situation, durch die zunehmende Einschränkungen seiner Leistung, sein Leben nicht mehr selbständig führen zu können.
Er ist immer mehr auf Hilfe, auch bei einfachen Aufgaben, angewiesen. Er ist orientierungslos, kann keine vollständigen Sätze mehr bilden und sich kaum noch erinnern. Die Wahrnehmung des Krankseins geht ebenfalls weitgehend verloren. Es kommt oft vor, dass der Patient frühere Lebensphasen erneut durchlebt und daher seine Umgebung anders wahrnimmt. Es kann dazu führen, dass er seine Angehörigen nicht mehr erkennt. Sein Verhalten verändert sich sehr. Der Patient wird meistens extrem unruhig, läuft ständig hin und her, und wiederholt sich. Eine gewisse Aggressivität ist auch nicht selten.
Im letzten Stadium findet bei dem Patient ein hochgradiger geistiger Abbau statt und die Fähigkeit zu sprechen verschwindet häufig ganz. Der Patient ist pflegebedürftig und ist auf ständige Hilfe angewiesen. Viele werden irgendwann bettlägerig, da die körperlichen Symptome zunehmen. Schluckstörungen, Harn- und Stuhlinkontinenz führen zu immer wiederkehrenden Infektionen und zu körperlicher Schwäche, die zum Tod des Patienten führen.

Symptome
Es gibt bei einer Demenzerkrankung kognitive und motorische Defizite sowie Verhaltensstörungen.
Die kognitiven Defizite verursachen eine signifikante Beeinträchtigung der sozialen und beruflichen Funktionen und stellen eine deutliche Verschlechterung gegenüber einem früheren Leistungsniveau dar. Folgende Symptome sind für die Krankheit sehr bezeichnend:

Aphasie: Störung der Sprache
Apraxie: Beeinträchtigte Fähigkeit motorische Aktivitäten auszuführen
Agnosie: Unfähigkeit Gegenstände zu identifizieren bzw. wieder zu erkennen
Gedächtnisstörungen
Desorientierung

Der Demenzkranke kämpft gegen Symptome, die ihn nach und nach verschwinden lassen und hat keine Hoffnung auf Besserung. Da er immer vergesslicher wird und Tätigkeiten nicht mehr meistern kann, wird er zu Gefahr für sich selbst und für Anderen. In diesem Kontext entstehen viele Unfälle, wie z.B. ein Wohnungsbrand, weil er vergessen hat das Essen auf den Herd gekocht hat.
In der ersten Phase der Krankheit merkt der Erkrankte nach und nach das etwas nicht stimmt. Es fällt ihm immer schwerer sich um organisatorische Sachen wie Post und Kontoführung zu kümmern. Es entfallen ihm ständig Sachen und insgesamt fällt ihm die Konzentration deutlich schwerer. Irgendwann fängt er an sich zu verlaufen oder findet die gewohnten Wege nicht wieder z.B. zum Supermarkt oder in der Nachbarschaft
Absurde Situation entstehen. Verlorene Objekte tauchen an den ungewöhnlichsten Orten wieder auf. Nach und nach fällt es dem Erkrankten immer schwerer Ordnung in seiner Umgebung zu bewahren. In der Regel schämt er sich für seine Defizite und entwickelt daraufhin Strategien um diese vor Anderen zu verbergen. Er führt akribische Protokolle für Telefonate, meidet Besuche, zeichnet Pläne, etc.
Die Lebenszustände der Demenzkranken verschlechtern sich nach und nach, so dass die Veränderung den Angehörigen schließlich auffällt. Die Entdeckung löst meist einen großen Schock bei den Angehörigen aus. Gleichzeitig werden dadurch viele frühere Situation nachträglich nachvollziehbar. Viele übernehmen dann selbst die Pflege des Kranken. Auf sie kommt eine enorme Aufgabe zu. Zu der ohnehin schon großen Aufgabe, für jemanden die Verantwortung zu übernehmen, kommt die intensive emotionale Belastung, die die Pflege eines angehörigen Demenzkranken mit sich bringt.
Der Erkrankte verliert nach und nach vollständig die Fähigkeit alltägliche Situationen zu bewältigen. Selbstständiges Anziehen, Essen und Bewegen werden irgendwann unmöglich. Der Angehörige ist meist überfordert und muss den Erkrankten in professionelle Pflege übergeben. Diese Entscheidung fällt den meisten Angehörigen nicht leicht und bringt viele Schuldgefühle mit sich.Der Erkrankte nimmt seine Umgebung immer weniger wahr und kann seine Eindrücke nicht mehr zuordnen. Das Bewusstsein für die eigene Krankheit verschwindet und sogar das eigene Spiegelbild ist für den Erkrankten nicht mehr identifizierbar. Das Verhalten verändert sich sehr, so dass von den Merkmalen der eigenen Persönlichkeit nicht mehr viel übrig bleibt. Der Erkrankte entwickelt eine andere Wahrnehmung und fürchtet sich vor Sachen, die außenstehende schwer nachvollziehen können. Sein Verhalten wirkt dadurch oft unverständlich, obwohl es meistens auf ganz einfachen Gründe basiert. Lichtverhältnisse oder Wasserdampf, der aus eine Kanne herauskommt, können Krisensituationen auslösen. Für die Angehörigen oder Pfleger sind solche Momente schwierig zu meistern, da sie oft die Quelle des Problems nicht erkennen können.

Patient
Der Patient verliert nach und nach seine Fähigkeiten. Er ist zunehmend verwirrt. In der Regel versucht er anfangs seine Defizite zu verstecken. Er schämt sich und will es nicht wahrhaben. Er wird zunehmend aggressiv aufgrund seiner daraus resultierenden Frustration. Er kann sich immer schwerer konzentrieren und verliert als erstes sein Kurzzeitgedächtnis, was ihm die alltäglichen Aktivitäten deutlich erschwert. Er lebt im Chaos und fängt an paranoid und ängstlich zu werden.
Er lebt in ständiger Unsicherheit und wird depressiv.
Nach und nach kann der Erkrankte nicht mehr für sich sorgen und ist auf Hilfe angewiesen. Er ist desorientiert und vergisst immer mehr. Er verliert seine Bezugspunkte und verlernt langsam sogar Sprache und Motorik. Er irrt verwirrt herum, ist nicht mehr fähig selbstständig zu leben und verliert die Kontrolle über sich selbst. Irgendwann ist seine körperliche Verfassung so schlecht, dass er stirbt.

Angehörigen
Für Angehörige wird die Krankheit zur großen Herausforderung. Viele Ehemänner, -frauen
oder Kinder entscheiden sich die Pflege selber
zu übernehmen. zu diesem Zeitpunktkönnen sie jedoch noch nicht einschätzen wie fordernd diese Aufgabe ist.
Am Anfang wollen die Angehörigen den Zustand des Erkrankten nicht wahrhaben und übersehen deutliche Anzeichen.
Nach einiger Zeit kommt die Einsicht und Ohnmacht macht sich breit. Das eigene Leben tritt zunehmend in den Hintergrund. Der Erkrankte ist mehr und mehr auf Hilfe in allen Lebenssituationen angewiesen. Für die Angehörigen, ist der Zerfall der geliebten Person unerträglich anzuschauen und sie fühlen sich hilflos. Zusätzlich wachsen Wutgefühle über die Ungerechtigkeit und den Verlust des eigenen Lebens. Sie schämen sich regelmässig für die Handlungen der Erkrankten, da sie sich für ihn verantwortlich fühlen. Sie sind frustriert und traurig. Irgendwann können sie sich nicht mehr alleine um den Erkrankte kümmern, da die Aufgabe nicht mehr zu bewältigen ist, müssen sie die Entscheidung treffen auf professionelle Hilfe zurückzugreifen und werden von schlechtem Gewissen geplagt.
Die Persönlichkeit des geliebten Angehörigen verschwindet nach und nach und er vergisst das gemeinsam Erlebte.

Mediziner/ Pfleger
Mediziner und Pfleger haben sehr unterschiedliche Ansätze im Umgang mit Demenz. Die einen versuchen einen Weg zu finden die Krankheit medikamentös zu heilen oder ihr vorzubeugen.
Die anderen arbeiten personenbezogen und versuchen, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. In Pflegeheimen herrschen schlechte Zustände. Das Personal wird nicht ausreichend enlohnt und hat mehr Arbeit als es bewältigen kann. Die Patienten bekommen daher nicht ausreichend Aufmerksamkeit und Zeit.
Die Alzheimer Gesellschaft klärt über die Krankheit auf, setzt sich für die Verbesserung der Zustände in der Pflege ein und fördert die Forschung.

Konzept
Gestaltung einer Installation im urbanen Raum zum Thema Demenz. Die räumliche Inszenierung und Architektur machen verschiedene Perspektiven der Krankheit erlebbar. Durch unterschiedliche Erzählstränge wird deutlich was die Konsequenzen von Demenz für die Betroffenen sind. In abstrakter und künstlerischer Weise werden die Inhalte vermittelt.
Der Raum basiert auf einer inhaltlichen Analyse des Themas.
Demenz ist weitgehend bekannt, jedoch nicht in ihren Einzelheiten und wird meistens missachtet, sowie das Altwerden generell tabuisiert wird. So ist eine zufällige Konfrontation mit dem Thema sinnvoll also ein zufälliges Aufeinandertreffen im Alltag mit dem Pavillon.

In Berlin entstehen oft neue Baulücken. Häuser in schlechtem Zustand lassen oft Platz für neue, teure Gebäude in einem Prozess der Gentrifizierung. Die verschwundenen Häuser hinterlassen nach ihrer Zerstörung eine Spur. Es bleibt eine sichtbare Erinnerung an das Dagewesene. Es lassen sich viele Parallelen mit der Demenz machen, wenn man ein Haus als Metapher des Lebens versteht.
Zusätzlich erinnert eine räumliche Lücke an Gedächtnisdefizite, die das bestbekannte Symptom der Krankheit sind.
Spuren der Vergangenheit verleihen Orten Charakter und Seele. Diese Ästhetik strahlt Wärme aus und lässt uns einen persönlichen Bezug herstellen, so dass es uns innerlich berührt. Modernere Architektur erzeugt einen wirksamen Kontrast dazu und hebt den Ortscharakter noch zusätzlich hervor. Es entsteht eine visuelle Spannung und ein Gefühl von Vielfalt.Die Installation findet in einer Baulücke in der Kastanienallee, im Prenzlauer Berg in Berlin platz. Die Fläche hat eine Gesamtgröße von 450 m2.
Eine Seite des Grundstücks öffnet sich auf die Straße und die andere auf einen begrünten Hof. Die zwei anderen Seiten grenzen an die benachbarten Häuser.

Formfindung
Übertragung der diagrammatischen Anordnung im Kontext der Baulücke.
Konkrete Voraussetzungen sowie Anforderungen des Ortes und der Begehbarkeit bilden die Grundlagen für die Entwicklung der gesamten Form.
Die Perspektiven des Erkrankten und des Angehörigen werden weiterverfolgt während die Baulücke den dritten Pfad ersetzt.

Vorüberlegungen
Erste Anordnung von den Räumen, nach dem Organisationsprinzip. Sie liegen auf verschieden Höhen und sind durch Rampen erreichbar. Der Erkranktenpfad steigt kontinuierlich als Zeichen der zunehmende Schwierigkeit. Den Angehörigenpfad steigt erstmal und stellt dadurch den Weg zur Erkenntnis dar, bevor es dann wieder in die Tiefe geht um irgendwann den anderen Weg zu stützen.
Der Besucherfluss ist durch die nötigen Rampen zu komplex und funktioniert nur sehr bedingt.
Die Ausgangssituation aus der Baulücke ist auch noch nicht klar.

Entwicklung
Nach der gewonnenen Erkenntnisse des vorherigen Modells, wird die Form vereinfacht. Die Besucher sollen sich viel freier durch die Ausstellungsfläche bewegen können, um beide narrative Stränge verfolgen zu können. Die Höhenunterschiede, die fliessende Übergänge zwischen den verschiedenen Bereiche  verhindert haben sind in ihrer Anzahl und ihre Abstände stark reduziert. Die drei verschiedene Krankheitsphasen werden durch Wänden räumlich klar definiert. Obwohl die Erzählstränge durch Trennwände voneinander abgegrenzt sind, ermöglicht die Wegführung dem Besucher durch breiten Öffnungen bei jedem Krankheitsstadium den Pfad bequem zu wechseln. Die Ausstellungsfläche erhöht sich bis Ende des dritten Stadiums um 1m50 und der Besucher gelangt durch den absteigenden letzten Bereich wieder auf der Straße.

Entwurf
Durch die Verfeinerung des Entwicklungsmodells wird die Ausstellungsfläche schlüssig. Der Eingangsbereich verfügt über einer Empfangstheke. Die Form der Decken, sowie das Spiel von Transparenzen basieren auf eine inhaltliche Ebene und machen die Ausstellungsfläche vollständig.