phänomen autobahn

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Im Rahmen der Diplomarbeit „Phänomen Autobahn“ wurde ein ganzheitliches Ausstellungskonzept zur Geschichte der deutschen Autobahn erarbeitet. Ziel war es eine Form zu finden, die es ermöglicht dieses prägnante und doch wenig reflektierte Bauwerk entsprechend seiner technischen, gesellschaftlichen und politischen Bedeutung zu kommunizieren und in den Focus gesellschaftlicher Auseinandersetzung zu stellen.

Das Projekt basiert auf einer umfangreichen Recherche in Bibliotheken und Archiven, sowie der Diskussion mit maßgeblichen Autobahnhistorikern. Während der inhaltlichen Ausarbeitung wurde ein breites Themenspektrum in ein mediales Vermittlungskonzept übersetzt, das unterschiedliche Aspekte der Autobahngeschichte einem breiten Publikum zugänglich macht, ohne dabei auf inhaltliche Tiefe zu verzichten. Die inhaltliche Struktur der Ausstellung ist dabei in Analogie zur Autobahn in einem Netz angelegt, in dem der Besucher auf unterschiedlichen Bahnen Inhalte seiner Wahl erschließen kann.

Als wandernde Installation auf Autobahnraststätten kokettiert die Ausstellung mit dem Thema Mobilität, erhebt die Autobahn selbst zum Exponat und forciert den Kontakt mit einer größtmöglichen Zielgruppe. Als Raummodul wird ein ISO-Norm-Container eingesetzt. Die Außenhaut des Containers nimmt ein Leitsystem auf, das die Navigation innerhalb der Ausstellung erleichtert und den übergeordneten Zusammenhang verdeutlicht. Die Innenräume bilden gestalterisch und inhaltlich autarke Einheiten. Dadurch kann die Ausstellung nach Bedarf in Gänze oder aber in thematischen Segmenten bzw. Einzelräumen auf unterschiedliche räumliche Rahmenbedingungen angepasst installiert werden.

Insgesamt wurden neun Räume entwickelt. Für jeden Raum bildet ein inhaltliches Konzept die Grundlage für den jeweiligen Vermittlungsansatz, der wiederum den Ausgangspunkt für die Gestaltung darstellt. Alle Ausstellungseinheiten bieten dem Besucher unterschiedliche mediale Zugänge. Jeder Raum bietet eine Interpretation in Form eines Raumbildes. In diesem Raumbild dürfen die Besucher entdecken, spielen und selbst entscheiden wie tief sie in den medialen Informationsebenen fortschreiten wollen.

Das Projekt wurde am 13/2/06 in der Universität der Künste präsentiert. Neben dem Vortrag zum Projekt waren die ausgestellten Arbeitsmodelle und eine begehbare Rauminszenierung eines Containerausschnitts in Originalmaßen zu sehen.