lichtgestalten

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Ziel meiner Arbeit ist die Visualisierung von in Bewegungen ausgedrückten Körper-Selbstbeschreibungen.

Es erfolgte eine Reduktion des Aufnahmesujets auf einzelne Lichtquellen, die an Körperteilen der Modelle befestigt wurden und deren Bewegungen in einer kontinuierlichen Belichtung aufgezeichnet im fotografischen Ergebnis als reine Bewegungsbahnen erscheinen. Diese Lichtlinien bilden eine durch die Bewegung bedingte, aber vom Körper losgelöste, eigenständige Gestalt.

Die in der von mir eingerichteten, spezifischen Aufnahmesituation entstandenen fotografischen Ergebnisse zeigen im wahrsten Sinne des Wortes die Selbstzeichnungen von Personen in einer eigenen und wie ich finde sehr reizvollen Ausdrucksqualität. Betrachtet man diese Portraits, ist der Gedanke sehr naheliegend, nach einer Möglichkeit zu suchen, die auch die Tiefenwirkung der Lichtlinien dieser Raumzeichnung darstellen kann. Mittels der Stereofotografie kann dieser Wunsch erfüllt werden. Bei der Betrachtung entsteht ein plastischer Eindruck der Lichtgestalten, die so nicht mehr als Zeichnung gesehen werden, sondern einen Objektcharakter erhalten. Bei der Suche nach einem Weg, diesen In ein Modell umzuwandeln, hat sich die von mir beschriebene methodische Vorgehensweise entwickelt, die eine budgetreue Übersetzung erlaubt. Im Prinzip kann mit dieser Methodik jedes stereofotografisch erfassbare Bildmotiv ins Räumliche übersetzt werden. Obwohl verschiedene Medien dabei zur Anwendung kommen, begreife ich diese Arbeit schwerpunktmäßig in einem fotografischen Kontext. Nicht nur weil die Gestaltungsgrundlage mittels eines spezifisch fotografischen Verfahrens entstanden ist, sondern auch weil die fotografische Sichtweise bei der Überführung ins Räumliche transponiert wurde.

Die Zielsetzung meiner Arbeit war, durch Bewegungen vollzogene Körper-Selbstbeschreibungen zu visualisieren. Das gestalterische Ergebnis zu dem ich gekommen bin, präsentiert eine neue Form der Portraitdarstellung, in der sich die Personen in einer stilisierten Selbstbeschreibung vorstellen, und räumlich interpretiert werden.

Eine Weiterentwicklung dieser Arbeit könnte dahingehend erfolgen, daß versucht werden könnte, noch andere Formen der Portraidarsellungen zu finden. oder auch die Methodik dahingehend auszuarbeiten, das wie bei "Malen nach Zahlen" ein digitales Modellieren nach Koordinaten für Kinder angeboten werden könnte.