lichtbeton

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Die Idee ist mit dem Raum zu fotografieren und das Bild direkt auf der Wand zu konservieren. Der Raum wird zum Fotoapparat, die Bauteile zu Bildträgern. Nun wird die Architektur vom Objekt zum Subjekt; fotografiert selbst, anstatt nur fotografiert zu werden.

Vorgangsbeschreibung:

Als erstes wird die Tapete von der Wand entfernt, die dem Fenster gegenüber liegt. Dann wird der Raum komplett mit Iichtundurchläßiger Folie und Textil (Molton) abgedunkelt. Im Fensterbereich wird zunächst ein Loch, ca. 20mm groß, eingelassen. So erhält man ein lichtintensiveres Bild auf der Wand und kann eventuell den Bildausschnitt besser
bestimmen, da das Grau des Beton Licht absorbiert. Später wird das Loch durch ein kleines ersetzt, um ein schärferes Bild zu erhalten. Der Öffnungsdurchmesser berechnet sich einer
Formel von Daniel Schöneck: 0,037 mal Wurzel aus der Bildweite. Bildweite entspricht dem Abstand vom Loch zur Wand. Es werden Proben auf Fotopapier, bzw. mit Fotoemulsion präpariertem Beton zur Ermittlung der Belichtungszeit angefertigt. Nun wird bei rotem Licht die Wand mit der Fotoemulsion beschichtet. Dazu dient ein Kompressor mit Druckluftpistole. Die Fotoemulsion muß nun bei absoluter Dunkelheit 24 Stunden aushärten.
Dann wird die Wand gemäß der ermittelten Belichtungszeit belichtet. Auf Lichtveränderungen, sprich Wolken etc. ist zu achten! Danach wird die Fotowand entwickelt, gestoppt, fixiert und gewässert. Dazu empfielt sich eine Sprüh- oder Gießkanne. Dann folgt das Herausnehmen des belichteten Plattenbauelementes, schwebend samt Publikum.