künstliche biomechanikahornsamen

künstliche biomechanik
künstliche biomechanik
künstliche biomechanik
Ausgangspunkt für die Untersuchung des Ahornsamens war die Verbindung seiner Minimalform mit der Funktion. Der Flugsamen besteht aus einem Massepunkt, dem Samen, und einem Flügel. Ziel ist, seine Form und Bewegung möglichst vollständig zu begreifen und zu dokumentieren. Ausgehend von diesem Wissen künstliche Flugobjekte nach dem Vorbild des Ahornsamens zu bauen, zur Überprüfung der Flugprinzipien und erweiterten Möglichkeiten der visuellen Darstellung. Biologisch betrachtet enthält der Samen den gesamten Bauplan für einen Baum seiner Art. Außerdem ist er in der Lage, innerhalb eines bestimmten Spektrums von äußeren Bedingungen autonom zu keimen und zu wachsen. Philosophisch ist er dadurch zum Symbol für Vitalität (Kraft + Lebendigkeit) geworden. Die Funktion des Flügels liegt darin, den Samen aus dem Traufbereich (Kronenrand des Baumes aus der Aufsicht) zu tragen, um der übermächtigen Konkurrenz des Mutterbaums zu entkommen, da ihr 'Flug' ein passiver, gebremster Fall ist, benötigen sie Energie von Außen, um ihr Ziel zu erreichen. Hier dienen ihnen Seiten- oder Aufwinde.

6 Beine:
Ausgangspunkt war hier die Beobachtung eines Weberknechtes an einer vertikalen Wand. Die an den Enden haarfeinen Beine tragen einen erbsengroßen Körper. Die Aufhängung ermöglicht es dem Knecht, den Körper schnell vibrieren zu lassen, ein Verhalten, welches der Knecht immer zeigt, wenn man ihn leicht anbläst. Ziel war es, die Konstruktion eines Körpers an 6 Beinen nachzubauen, (unter besonderer Beachtung der Bewegungmöglichkeiten des Vorbilds) um Bewegungsmuster und Ausdruck dieser Form in andere Medien übertragbar zu machen.