informationssystem für die komische oper

informationssystem für die komische oper

Von 1991 bis 1995 habe ich als Programmverkäuferin an der Komischen Oper gearbeitet. In dieser Zeit lernte ich das gesamte Opern- und Balettrepertoire dieses Hauses kennen und hatte die Möglichkeit, durch das mehrfache Hören der Stücke ein Verständnis für das Musiktheater und seine Möglichkeiten im Gegensatz zum Konzert oder Sprechtheater zu entwickeln.

Da die Komische Oper ein festes Ensemble hat, kannte ich nach kurzer Zeit die Funktion der einzelnen Ensemblemitglieder. Als Teil des Ensembles hatte ich mehrfachen Einbiik in alle
Entwicklungsstufen, die ein Stück von der Planung I is zur Realisation durchläuft (Konzeption und Einordnung in das Gesamtkonzept "Spielplan", Vorbesprechung der Regisseure / Choreographen mit den Ensemblemitgliedern, gleichzeitiges Entwickeln des Bühnenbild der Kostüme, der technischen Voraussetzungen bis hin zur Probenarbeit des Musiktheater - oder des Tanzensembles und des Orchesters, Zusammenfügen der einzelnen Bestandteile unter Hinzunehmen der Lichtregie und der Tontechnik, sowie letzte Korrekturen). Das gemeinsame Erarbeiten des Stückes über mehrere Monate ermöglicht erst dem Besucher ein Theatererlebnis, in dem Geste, Bühnenbild und Musik eine Einheit bilden.

Die Chance, über neun Monate hinweg sich mit der Gestaltung eines interaktiven Computerprogramms auseinandersetzen, wird eventuell so im späteren Berufsleben nicht mehr möglich sein. Darum habe ich für das Diplomjahr diese vielschichtig gestalterische Aufgabe gewählt. Die Komplexität des Themas "Theater" war ideal für mich, um mit verschiedenen visuellen Elementen und akustischem Material frei experimentieren zu können.