garten der illusionentwicklung eines ausstellungskonzeptes über die phänomene der wahrnehmung und der illusion

garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion
garten der illusion

Ausstellungskonzept
Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Illusion. Die Grundidee ist die sinnliche Auseinandersetzung mit der Natur. Als künstlerisches Mittel bediene ich mich des Spiegels. Dieses Medium läßt die Grenzen zwischen Realität und Illusion verschwimmen.

Grundidee
In der Ausstellung sind Spiegellandschaften zu sehen. Aufgefächert, gegeneinander gestellt, flach auf dem Boden oder gekippt, reflektieren die Spiegelobjekte die Umwelt und vermitteln einen Raum, welchen es so nicht gibt. Betritt der Besucher die inszenierte Landschaft, wird dessen Wahrnehmung durch die vielfältigen Reflexionen verändert.

Real und surreal und konstruktiv, farbig und unfarbig, gegenständlich und ungegenständlich wirkt der neuinszenierte Raum. Die Spiegelobjekte, entfalten ihre Wirkung durch Größe, Anordnung und Form. Die Objekte setzen sich aus den Grundformen Kreis, Dreieck und Quadrat zusammen. Diese Elemente gehorchen einem festen Rhythmus, der sich aus der geografischen Besonderheit des Orten ableitet.
Die Illusionswelten werden dem Besucher in begehbaren Rauminstallationen vermittelt. Auf erklärendes Anschauungsmaterial in Form von Fotografien, Filmen oder wissenschaftlichem Begleittext wird verzichtet, um ein intensives und eigenes Erleben des Besuchers zu ermöglichen. Das Eintauchen, Durchschreiten, Erfahren und Erleben der Landschaftsinszenierungen steht im Vordergrund.

Zielgruppe
Die Ausstellung richtet sich in erster Linie an die Parkbesucher aber auch an Naturliebhaber, Kunst-, Architektur- und Designinteressierte. Das Konzept ist generationsübergreifend ausgelegt.

Standort
Der Landschaftspark Bad Muskau, gestaltet von Fürst Pückler eigenet sich als Standort perfekt, denn bereits in seiner Geschichte spielte Fürst Pückler in seinem Landschaftspark mit Illusion. Zudem bietet der 598 ha Park viel Präsentationsfläche, so u.a. weitläufige Wiesen, majestätische Bäume, geschwungene Wege, Seen und Flüsse, Brücken und diverse Bauten. Der Rundgang befindet sich im Pleasureground.

Pleasureground
Der Pleasureground ist ein gartenkünstlerisch besonders gestalteter Gartenabschnitt. Er besteht aus einer in vielen Abstufungen ausgeschmückten Rasenfläche direkt am Haus. Um den äußeren Teil des Pleasureground herum, führt ein geschlängeltes Wegesystem in einem mit sanften Hügeln, Strauch- und Baumgruppen geformten Gelände zu verschiedenen Blickpunkten.
Diese werden durch das Abschreiten
erlebbar und geben Aussichten auf Bauwerke und die umliegende Landschaft frei, die so als Kulisse mit einbezogen wird. Meine Objekte werden in dieses Areal plaziert
und in die Kulisse mit einbezogen.
Raster und Anordnung
im Rundgang

Das Raster bezieht sich auf die Sichtachsen des Parks.

Jede Rauminszenierung steht als solitäres Raumgefüge gleichberechtigt gegenüber
den Anderen. Alle fünf Objektflächen beziehen sich auf dieses Raster. Innerhalb einer Objektfläche setzt sich die Fraktalform zu einem Raster fort. In diesem Raster ordnen sich die Objekte im Rhythmus an, der sich aus der geografischen Besonderheit des Ortes ableitet.

Jedes Raumobjekt ist vom Weg abgehend erkundbar und begehbar.
Der Standort der Objektfelder ist so ausgewählt, dass jede Rauminstallation für sich wirken kann. Die Größe eines Objektfeldes ergibt sich aus der vorgegebenen Landschaftsarchitektur und der optimalen Wirkung des Objektes.
Der Standort »Tiefenillusion« zeichnet sich durch eine tiefe Sichtachse zur Tränenwiese aus. Links und rechts werden die Objekte durch Baumgruppen eingerahmt. Nähert sich der Besucher dieser Rauminstallation, erwarten ihn unterschiedlich große und spitze dreieckige Hügelformationen, die mit Rasen bedeckt sind. Durchschreitet man die Installation erfährt der Besucher ein neues Raumgefühl. Schaut man in ein »Rasenhügel« hinein, sieht man die Umwelt durch die Spiegelflächen mehrfach reflektiert.

Der Standort »Farbillusion« befindet sich in Blickrichtung der Tränenwiese. Das Areal zeichnet sich durch eine weite Sichtachse aus. Das Objekt wird weitläufig von Bäumen umgrenzt. Nähert sich der Besucher dieser Rauminstallation, erblickt er transparente, gleichmäßig geschwungene Plexiglaswände mit semitransparenter, farbiger Spiegelfolie. Die Oberflächen wirken leicht durchscheinend, so dass der Hintergrund der Landschaft erkennbar ist. Nähert man sich der Installation, wird der Blickwinkel durch die Glasscheibe verändert, und die Landschaft im Hintergrund verändert ihre Farbe. Durchschreitet man die Installation, taucht der Besucher in eine andere Farbwelt ein. Die Bäume, der Himmel, die Wiese verändern ihre Farbigkeit. So kann der Himmel grün, die Bäume rot und die Wiese blau erscheinen.

Der Standort für die »Raumumkehr« befindet sich auf einem künstlich angelegtem Hügel. Das Areal zeichnet sich durch die flache Bepflanzung aus. Durch die Schräge des Hügels, haben die Flächen die optimale Ausrichtung zum Himmel. Das Objekt besteht aus insgesamt 64 Einzelflächen. Der Besucher erhält durch die Raumumkehr von Himmel-Erde einen neuen Raumeindruck. 
Die Installation »Raumauflösung«  besteht aus 45 Stelen. In dem  Areal dieser Rauminstallation befinden sich verschieden große Baumgruppen. Diese spiegeln sich durch die Anordnung der Stelen mehrfach wieder. Versucht der Besucher diesen Raum zu durchschreiten, fällt es ihm schwer Abbild und Realität zu unterscheiden. Der Raum »löst sich auf«.
Die Rauminstallation »Reflexion« besteht aus 10 Spiegelhalbkreisen. Sie befinden sich auf der Oberfläche eines kleinen angelegten Flusslaufes. Die Fließgeschwindigkeit des Flusses ist langsam, so dass die Oberfläche eine glatte spiegelnde Fläche erzeugt. So kann eine perfekte Illusion der Anamorphose durch die Reflexion der Halbkreise auf der Wasseroberfläche beobachtet werden. Der Halbkreis wird zum Kreis. Die Halbkreise sind versetzt entlang des Flusses angeordnet und nehmen so die Form des Flusses auf.