die sieben todsünden

die sieben todsünden
die sieben todsünden
die sieben todsünden
die sieben todsünden
die sieben todsünden
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die sieben todsünden
die sieben todsünden
Erstmals wurden die Todsünden von dem griechischen "Wüstenvater" Evagrios Pontikos (ca. 345 bis 399) erwähnt dieser Theologe und Mönch erstellte eine Aufzählung von damals noch acht Todsünden, den niederträchtigen Leidenschaften der Menschheit:

Freßlust, Unzucht, Geldgier, Zorn, Kummer, Überdruß, eitle Ruhmsucht und Hochmut.

Die aufsteigende Reihenfolge ergibt sich durch die Schwere der Versündigung, wobei der Hochmut die schlimmste Sünde für Evagrios darstellte.

Der erste "Papst" genannte Bischof von Rom Gregor I., der Große (540 bis 604), reduzierte im 6. Jahrhundert in dem einunddreißigsten Buch seines berühmten Hiob-Kommentars die ursprünglich acht Todsünden auf die bekannten sieben, welche sich im allgemeinen in der katholischen Glaubenswelt durchsetzten. Dabei faßte er Ruhmsucht und Stolz zu Hochmut, und Traurigkeit und Faulheit zu einer Sünde zusammen. Außerdem änderte er die Reihenfolge und fügte noch den Neid hinzu: Hochmut, Neid, Zorn, Traurigkeit, Habgier, Völlerei und Wollust.

Durch den am 16. Juli 2000 im berliner Tagesspiegel erschienenden Artikel "Kann denn Leben Sünde sein?" über die sieben Todsünden kam ich zu dem Thema dieser, meiner Diplomarbeit. Neben der Beschäftigung mit der klassischen Literatur, wie der Göttlichen Komödie von Dante und den Canterbury-Erzählungen von Chaucer, und auch der Sekundär-Literatur von Anne Maguire und Jürgen Werner, schaute ich mir auch ein paar Werke zu den
sieben Todsünden der darstellenden Kunst an. Und oft begleitete mich akkustisch die Interpretation von
Marianne Faithfull der "Seven Deadly Sins" von Kurt Weill.

Ich wählte für die Örtlichkeiten der Aufnahmen schmutzige, öffentliche und halböffentliche Räume, welche jedem zugänglich und durch die tägliche Benutzung von vielen Menschen einer gewissen Abnutzung ausgesetzt sind, und die für niemanden etwas besonderes darstellen. Um den Bezug zur heutigen industriellen und auto-
matisierten Überflußgesellschaft zu schaffen, wählte ich Örtlichkeiten aus, wo Automaten zu sehen sind,
welche die jeweils dargestellte Sünde symbolisieren. Man kann also in der heutigen Zeit schon durch die Benutzung der Automaten die Sünden begehen oder zumindest fördern. Da ich für einige der Sünden keine passende Automatraum-Situation vorfand, kombinierte ich geeignete Örtlichkeiten mit dem Requisiten-Fundus entliehenden Automaten. So entstanden die sieben verschiedenen Räume mit Automaten, welche einer alltäglichen Situation entnommen sind oder sein könnten.