die farben ihres kleides

die farben ihres kleides
Am Anfang meiner Arbeit stand der selbst gewählte Arbeitstitel: "Die Farben Ihres Kleides". Von diesem Titel ausgehend hiess es erstmal, eine Arbeitsrichtung zu bestimmen, das Ende des Fadens zu finden, um ihn
aufzuwickeln. Dabei waren für mich bestimmte Erfahrungen, die ich in dieser Zeit sammelte, wichtig. So durchlebte ich Phasen tiefer Niedergeschlagenheit und Festgefahrenseins, die sich abwechselten mit Zeiten neuen Aufbruchs oder grosser Lebensfreude. In all diesen Zuständen beobachtete ich die Widerspiegelung meiner inneren Verfassung in meinen Kleiderwünschen.

Wie ist das Verhältnis zwischen der Farbe eines Kleides und der Befindlichkeit der Person, die es trägt? Welche Wirkung erzielt ein bestimmtes Kleid sowohl auf seine(n) Trägerin als auch auf sein! ihr Umfeld? Welche Botschaft transportiert diese nach aussen gewandte Fläche
meiner Befindlichkeit?

Konzept:
Mit Hilfe der unterschiedlichen Animationstechniken dringt in die Erzählung eine Zeitebene ein, die sich bisweilen in scheinbar endlosen Schleifen darstellt und den Betrachter durch die Thematik führt. Er kann an manchen Stellen verharren, Bild und Ton auf sich wirken lassen und wandert dann weiter zu anderen Aspekten der Geschichte. Auf ihrem Weg durch die interaktive Anwendung stösst die Betrachterin auf acht von mir ausgewählte Muster bzw. strukturierte Oberflächen, die sich auf verschiedene
Weise präsentieren. Jedes dieser acht Elemente stellt sich jeweils dar als
reduziertes grafisches Symbol, als Kombination aus Farbtönen, als statisches Bild (Foto), als Film (Video! Animation), als Audiodatei und als poetische Repräsentation in Textform. Die acht Elemente bilden so den
Ordnungsrahmen, in dem die Anwenderin sich bewegt.